Den Berg hinauf

Die Pfänderbesteigung gehört zum Pflichtprogramm, ob zu Fuß über die >Direttissima< des Gschliefwcgs, über Altreute, den Haggen oder den Fluh, oder mit der Pfänderbahn (27). Seit 1927 ist diese Bahn eine der Attraktionen am östlichen See-Ende. In sechs Minu- ten trägt sie einen auf die Höhe, von der aus sich die großartigsten Fernblicke bieten. Nach Osten schaut man auf das grüne, durch Felswände unterbrochene Auf und Ab des Bregenzerwaldes, manch¬mal bis zu den Landesgrenzen nach Tirol.
Nach Süden geht der Blick mit viel Wetterglück auf die Berge des Rätikon mit dem höchsten Punkt der Schesaplana (2967m) und ins Rheintal, nach Westen sieht man auf die Mündung des Rheins und auf den Bodensee in seiner ganzen Länge und Weite und Schönheit.

See more: Croisière baie d’halong | Aller à Angkor depuis Ho Chi Minh | baie d’halong terrestre | visa vietnam en ligne | circuit vietnam laos 15 jours | croisière vietnam cambodge
Hier oben gibt es Gasthaus, Wildpark, Adlcrwartc und eine kleine Kapelle.
Denkbar als Abstecher vor der Besichtigung des Gebhardsbergs wäre ein Besuch von Fluh, mit dem die Stadt Bregenz ein eigenes Bergdorf besitzt. Der 724 m hoch auf einer sonnigen Terrasse über den Steilwänden des Pfändermassivs gelegene Ort hat nicht nur großartige Aussicht, ruhige Wanderwege, sondern auch eine neuba¬rocke Kirche von Baumeister Gabriel Mallaun (1847) aufzuweisen.
Sie ist dem Patron der Hirten, dem heiligen Wendelin, geweiht und zeigt diesen Heiligen in einer kräftig bewegten Figur der Erbauungs¬zeit, im Hochaltarbild von Matthäus Zehender (1693) und in einem Bild neben dem Seiteneingang, das in volkstümlichem Stil sieben Szenen aus Wendelins Leben schildert.
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte der Gebhards¬berg seinen ersten Touristenboom. Ein neu angelegter Fußweg mit Allee führt seitdem auf den Berg hinauf. Noch immer ist er gut zu Fuß zu erreichen, mit dem Auto sind es vom Zentrum aus ein paar Minuten bis zu den großen Parkplätzen, von denen aus man dann aber noch ein Stückchen gehen muß. 590 m liegt der Gebhardsberg über der Stadt, ein nach zwei Seiten steil abfallender Bergsporn, idealer Standort für die Burg der Udalriche, die später Montforter Ei¬gentum, dann Sitz der Habsburger Vögte wurde. Diese bauten den Berg zur starken Festung aus, die sich dennoch 1647 im Dreißig¬jährigen Krieg kampflos den Schweden ergab. Sie veranstalteten bei ihrem Abzug ein gewaltiges Feuerwerk, indem sie das Schloß mit Mi¬nen in die Luft sprengten.
Von der Burganlage (11.-16. Jahrhundert) sind heute im wesentli¬chen nur die Ringmauern der Hochburg mit zwei Rondellen und Tei¬le des Palas (13. Jahrhundert) erhalten. Von Norden her betritt man das Areal durch einen zweigeschossigen Renaissance-Torbau zwischen halbrund vorspringenden Flankentürmen (um 1604), dar¬über liegt heute ein Restaurant. 1720 haben Eremiten in den ehema¬ligen Palas eine Kapelle eingebaut, die sich bald zum beliebten Wall¬fahrtsziel entwickelte. Die heutige Wallfahrtskirche (28), den Heili¬ gen Gebhard und Georg gewidmet, entstand nach einem Brand 1791 – einschiffig mit Satteldach und Glockentürmchen über dem Ein¬gang. Der Innenraum, von einer Stichkappentonne überwölbt, ist ein Bildersaal. Das von Raffaels Stanzen in Rom inspirierte Dekora¬tionssystem von Hanns Martin (gest. 1919) rahmt leuchtend bunte Bilder zur Lebensgeschichte des heiligen Gebhard: Gebhards Ein¬tritt in die bischöfliche Schule in Konstanz, die Grundsteinlegung des Klosters Petershausen, seine Heimkehr aus Rom mit den Reli¬quien des heiligen Papstes Gregor I. Das Bild im Chor zeigt den hei¬ligen Gebhard mit einer Ansicht von Bregenz und des Gebhards¬bergs, den man lange als Geburtsort des Grafensohnes (geb. 947), späteren Konstanzer Bischofs und Begründers des Reformklosters Petershausen angesehen hat – heute vermutet man ihn in der Bre¬genzer Oberstadt. Maler dieser detailreich erzählenden Szenen (1895) ist Gebhard Fugei (s. S. 169).

 

You can leave a response, or trackback from your own site.

Leave a Reply