Archive for the ‘Bodensee 3’ Category

Ein Abstecher nach Dornbirn und Hohenems 2

Die Ritter von Ems sind das einzige Vorarlberger Adelsgeschlecht, das den Versuch unternahm, ein eigenes Fürstentum in der Ausdeh¬nung der früheren Montfort-Herrschaft zu errichten. Als erfolgreiche Söldnerführer Habsburgs bei Kämpfen in Italien verheirateten sie sich mit Töchtern der Häuser Medici und Borromeo, wurden Nepo- ten des Papstes Pius IV. und erreichten 1560 die Erhebung in […]

Ein Abstecher nach Dornbirn und Hohenems

Dornbirn ist die größte Rheintalgemeinde, die größte und zugleich jüngste Stadt Vorarlbergs (seit 1901), Messeplatz und Sitz von Rund¬funk und Fernsehen. In einem solchen Ort ist es sinnvoll, sich auf Naheliegendes zu beschränken, und das ist der engere Bereich um den Markt, der sich etwas zurückversetzt von der Durchgangsstraße als Fußgängerzone in sechs Straßen verzweigt. […]

Rheindelta und Rheintal 3

Ein Kapitel Industriekultur ist ein Stück weiter seewärts rechts der Uferstraße zu entdecken. Eine Baumallee führt auf die repräsentati¬ve neuklassizistische Fassade der Vorarlberger Kammgarnspinnerei zu, errichtet 1896 nach Plänen von Sequin Bonner. Hinter der histo¬risierend mit Rustikaquadern und Gesims dekorierten Front, Aus¬druck gestiegenen sozialen Selbstbcwußtseins der zweiten Unter¬nehmergeneration in Vorarlberg, verbirgt sich eine nüchterne Shed- […]

Rheindelta und Rheintal 2

Entlang der Seestraße liegen, von Gärten umgeben, einige schlich¬te niedrige Rheintalhäuser, das schönste aber ist das in der Dr.- Schneider-Straße Nr. 33. Das großenteils aus dem 18. Jahrhundert stammende zweigeschossige Haus ist im Wohnteil in Kopfstrickbau¬weise errichtet. Ein Kruzifix, ornamentale Sägemuster an der Vertä¬felung und Zugläden schmücken seine Fassade. Wer sich für die seit den […]

Rheindelta und Rheintal

Der Alpenrhein war einst ein Wildfluß, ein schöner launischer Vaga¬bund. Tief hatte ersieh in vorgeschichtlicher Zeit in den Felsengrund eingegraben und sein Bett mit Geschiebematerial aufgefüllt, in dem er sich ständig neu den Weg bahnte. Zwischen seinen mäandrieren- den Armen entstanden Inseln, neben ihnen Tümpel und Gräben, und in dieser Wildnis überlebte eine bunte Tier- […]

Kennelbach, Wolfurt und Bildstein – am Hang entlang 2

<p>Über eine &gt;wohle Furt&lt; durch die Bregenzerach, passierbar für Roß und Wagen, ging bis ins 16. Jahrhundert der Verkehr ins Ober¬land. Die Herren von Wolfurt waren ein reiches Rittergeschlecht. Sie führten Söldnerheere nach Italien, im 14. Jahrhundert gehörten ih¬nen 20 Burgen in Schwaben, der Schweiz und Ungarn, sie stellten Kirchenfürsten und waren um 1349 sogar […]

Kennelbach, Wolfurt und Bildstein – am Hang entlang

Am Bergfuß reihen sich die Dörfer und Kleinstädte. Ihre Kerne sind kompakt, hier mußte mit dem Boden haushälterisch umgegangen werden. Vor der Regulierung der Bregenzerach 1890 besaß Kennel¬bach kaum ebene Flächen. Kennelbach gilt als angenehme Wohnge- meinde, gelegen in der sonnigsten Ecke des unteren Rheintals am Fuß des steilen roten Absturzes der Kanzelfelsen, die so […]

Den Berg hinauf

Die Pfänderbesteigung gehört zum Pflichtprogramm, ob zu Fuß über die >Direttissima< des Gschliefwcgs, über Altreute, den Haggen oder den Fluh, oder mit der Pfänderbahn (27). Seit 1927 ist diese Bahn eine der Attraktionen am östlichen See-Ende. In sechs Minu- ten trägt sie einen auf die Höhe, von der aus sich die großartigsten Fernblicke bieten. Nach […]

Rund um St. Gallus 4

Das vorletzte Ziel des Rundgangs ist die Zisterzienserabtei Mehr¬erau (26). Die Kirchenfundamente der 1097 von Petershauser Bene¬diktinern gegründeten Abteikirche hat man 1962 ausgegraben. Sie muß eine stattliche romanische Säulenbasilika mit geradem Chorab¬schluß nach Hirsauer Muster gewesen sein – der bedeutendste Bau dieser Epoche in Vorarlberg, ebenso wie es die 1740-43 an gleicher Stelle durch Franz […]

Rund um St. Gallus 3

Für Fußgänger etwas mühsam zu erreichen, doch als Ziel zu emp¬fehlen ist die Kirche Mariahilf in Rieden-Vorkloster (20). Geplant als Kriegergedächtniskirche, hat sie 1924-31 Clemens Holzmeister (1886-1983) in einem Stil errichtet, der als Synthese von Bodensee- Barock und Moderne gedacht war. Ein rechteckiges, von Gemeinde¬bauten eingefaßtes Atrium ist einem riesigen, durch Pfeiler geglieder¬ten Kirchenoval vorgelcgt, […]